dama dama Vorwort

Vorwort
Ziel der Arbeit
Um das unwegsame Gelände des Esterndorfer Feldes besser nutzen zu können, entschloss man sich 1983 zur Damwildhaltung. Als Ackerland ist es unbrauchbar wegen des lehmigen Bodens und der Hanglage. Das zunächst nur ½ ha große Gatter wurde mit 3 Alttieren und einem Hirsch besiedelt. Man wählte Damwild, da diese Tiere besonders pflegeleicht und widerstandsfähig sind und außerdem nur geringe Ansprüche an die Nahrung stellen. Sie halten die Weide kurz, sortieren nicht die Gräser aus, wie das in etwa Schafe tun und fressen auch an ihren Kotplätzen, anders als zum Beispiel Pferde.
Da das Gehege unmittelbar an unser Wohnhaus grenzt, bin ich von Kindheit an mit den Tieren aufgewachsen. Durch den täglichen Umgang und die Arbeit bei den Tieren fielen von Zeit zu Zeit besondere Verhaltensweisen und Eigenarten der scheuen Tiere auf. Daraus entstand die Idee zu dieser Arbeit. Die Herde im Gehege und deren Verhalten ist mir bekannt. Doch wie verhält sich anderes Damwild? Wie unterscheiden sich freilebende Tiere von solchen in Gehegehaltung? Und genau das beschreibt diese Facharbeit. Welche Verhaltensbeobachtungen konnten im Gehege gemacht werden, inwiefern ähneln sie Beschreibungen in der Literatur und inwiefern unterscheiden sie sich davon?
Vorgehensweise
Um das Ziel, nämlich eine Gegenüberstellung von freilebenden und gefangenen Tieren, zu erreichen, wird Wissen bezüglich des Verhaltens von Damwild aus der Literatur mit eigenen Beobachtungen verglichen. Es wird dabei für notwendig erachtet die Ergebnisse der Beobachtungen sofort im Anschluss an die einzelnen Punkte zu diskutieren, da ein eigener Diskussionsteil, wie vorgeschlagen, wegen der Vielzahl der Aspekte nicht die nötige Übersichtlichkeit bieten würde.
Die selbst gewonnenen Erkenntnisse stammen überwiegend aus zufälligen Beobachtungen und langjähriger Erfahrung im Umgang mit den Tieren. Gestellte Versuche sind wegen der Scheu der Tiere nur begrenzt durchführbar. Die Kenntnisse wurden, soweit möglich, mit einer Fotokamera dokumentiert. Die Facharbeit ist daher durchgehend farbig illustriert.
Vorraussetzung für Verhaltensbeobachtungen und deren Deutung ist die Kenntnis der Tiere, hinsichtlich Körperbau, Merkmale und Bedürfnisse und die Kenntnis ihrer Lebensbedingungen. Daher werden zunächst Dama dama (lat. für Damwild) und das Gehege vorgestellt.
zurück
weiter